Bildergeschichten

Kurz vor Weihnachten habe ich mein soll nun erfüllt – es sind ingesamt 4 Fenster entstanden.Fenster 1 befand sich keine zwei Wochen in meinem Besitz, Fenster 2 ist erst zu einem Drittel fertiggestellt von der Staffelei weg, ebenfalls verkauft worden. Eigentlich wollte ich meine ganze Produktion, ab Sommer, bis in den Februar zusammenhalten.

Ideen dahinter...

Die Idee dahinter – ich fuhr in einer Sommernacht mit dem Motorrad den Rhein abwärts in Richtung Zuhause. Um jede Straßenlaterne, den Fluß entlang, tanzten tausende kleine Falter. Das war ein wunderschönes Bild. Ich habe darüber nachgedacht, ob man das Motiv umsetzen könnte, oder, ob es nicht ein wenig banal ist – Motten um's Licht. Ich habe es dann einfach versucht. Meine "Motten" sind teilweise echte Fliegerpersönlichkeiten geworden, fehlt nur noch eine Kokarde der Royal Airforce.

Es war eine unglaubliche Arbeit dieses Wirrwarr von kleinen und großen Fliegern in irgendeine Ordnung zu bringen. Angefangen hat es mit dem kleineren Bildca. 50x40 cm, dass auch noch viel sonniger ist. Die "Mottenprobe" so zusagen.

Damit war das Motiv für mich vorstellbar und wert, umgesetzt zu werden – es sollte nur viel mehr nach Mond und Nacht aussehen, Sommernacht am Rhein.

Gottesanbeterin – Spätsommer, die Blumen sind am verblühen, zwischen die frischen Farben des Sommers, mischen sich die Farben des Vetrockneten, Abgeblühten . Zu keiner anderen Jahreszeit fliegen so große Libellen und soviele weiße Schmetterlinge. Große Libellen sind echte "Raubtiere", dass sieht man ihnen an. Obwohl ich nicht einmal weiß, ob sie überhaupt stechen, oder beissen können, würde ich eine große Libelle nicht mit der Hand fangen wollen – Respekt.

Bei Gottesanbeterin habe ich da ganz ähnliche Gefühle. Als ich dieses Bild malte und mich dabei gefragt habe, "was machst Du da eigentlich?“, gab ich mir die Antwort – fressen und gefressen werden, ist das Thema.

Zugegeben, nicht gerade einzigartig und hochkompliziert, aber auf jeden Fall habe ich es sehr aufwendig verpackt – was der Hai im Ozean, ist die Gottesanbeterin im Blumenmeer. Aber damit nicht genug, denn nicht alle Bewohner dieses Bildes, sind in Frage kommmende "Beute", wenn man Falter und Blüten überhaupt auseinanderhalten kann. Es gibt auch respektable Käfer zu entdecken, die eine Gottesanbeterin nicht die Bohne zu fürchten haben – alles wird gut.